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Am Rand der Welt

Eine abgelegene Hütte in den verschneiten Wäldern Nordamerikas. Der alte Jack hat sich hierher zurückgezogen, mit seinem Hund. Ein Ofen, eine Pfeife, ein abgegriffenes Magazin mit seiner Lieblingsgeschichte - das ist das Inventar von Jacks Existenz. Bis er eines Nachts einen nackten, blutig geprügelten Mann vor seiner Tür findet. Dick, der bald wieder auf die Beine kommt, erweist sich als wenig angenehmer Zeitgenosse: ein Großmaul, befehlsgewohnt - und faszinierend. Ein karges Gespräch entwickelt sich, ein Machtspiel, eine Probe auf die Existenz, der wir mit angehaltenem Atem folgen. Es geht um Frauen, um Freunde, um einen möglichen Job für Jack, um das Scheitern. Dick will zurück in die Stadt, widerstrebend willigt der Alte ein, ihm den Weg zu zeigen. Sie brechen auf - es wird ein Aufbruch ins Ungewisse, ein Marsch in die Erschöpfung. Fast scheint es, als sei Jack seinem Todesengel begegnet.

Bewertung: 2 von 3 Daumen

"Am Rand der Welt" ist eine scheinbar geradlinige Geschichte, die chronologisch in einfachen Worten erzählt wird. Aufgrund der ungewöhnlichen Begebenheit verfolgt der Leser die Novelle gebannt bis zum Ende, um herauszufinden, wie sie endet. Er erfährt aber weder die Gründe des alten Mannes, sich in die Einsamkeit zurückzuziehen, noch wer der Fremde wirklich ist und was ihm widerfuhr.

Die Novelle ist karg, knorrig-kraftvoll und poetisch-vielschichtig. Sie handelt vom Verhältnis zwischen Herr und Diener, vom Willen zur Machtausübung und von freiwilliger Selbstbeschränkung, gleichzeitig vom Gegensatz zwischen Natur und Zivilisation sowie vom Sterben und der Suche nach der eigenen Identität. 

Am Rand der Welt
Raymond Kennedy
Klett-Cotta

Deutsch
Juli 2006
3608937293
978-3608937299


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